RISK-IDENT

Bewertung bislang nicht identifizierter anthropogener Spurenstoffe sowie Handlungsstrategien zum Risikomanagement im aquatischen System

Im Projekt RISK-IDENT wird im Sinne eines vorsorgen­den Umweltschutzes eine Systematik entwickelt und angewandt, mit der neben den schon bekannten auch bisher unbekannte, im Gewässer auftretende anthropogene Spuren­stoffe identifiziert werden. Neben der Risiko­bewertung dieser Spurenstoffe – auch hinsichtlich der Bildung von Metaboliten und der Trink­wasserrelevanz– wird eine neue Methode zur Elimination der Spurenstoffe während der Abwasserreinigung erprobt. Die Ergebnisse werden in Form von Handlungsanweisungen zur Identifizierung und zum Risikomanagement unbekannter Spurenstoffe sowie in einer Datenbank potentieller sowie nachgewiesener anthropogener Spurenstoffe zur Verfügung gestellt. Der maßgeschneiderte Wissenstransfer der erarbeiteten Ergebnisse an die Zielgruppen Kommune, Bürger und Wirtschaft bildet neben der Bewusstseinsbildung zum verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien die Grundlage für Entscheidungen und neue Fortbildungskonzepte.

 

Arbeitsschwerpunkte:

  • Weiterentwicklung und Validierung einer analytischen Vorgehensweise zum Nachweis bisher nicht identifizierter organischer Spurenstoffe in Abwasser, Oberflächenwasser sowie Uferfiltrat mithilfe der LC-MS/MS. Dazu soll eine Datenbank mit entsprechender Funktionalität entwickelt werden („STOFF-IDENT“), die der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt und im Anschluss vom Bayrischen Landesamt für Umwelt weiter gepflegt wird.
  • Entwicklung und Anwendung von Bewertungsgrundlagen und –verfahren in den Bereichen Eliminationsverhalten in Kläranlagen, ökotoxikologische Wirkungen sowie Mobilität und Trinkwasserrelevanz am Beispiel ausgewählter neu identifizierter gewässerrelevanter Spurenstoffe und deren Abbauprodukte.
  • Praxisnahe Erprobung eines Verfahrens zur effizienten, aber gleichzeitig energiesparenden Elimination von Spurenstoffen in der Abwasserreinigung. Die Charakterisierung des Verfahrens umfasst neben der Effizienzermittlung auch die Erfassung potentiell ökotoxikologischer Risiken. Das Verfahren soll in einer Pilotphase seine Einsatzfähigkeit an einer realen Anlage nachweisen.
  • Erstellung von Handlungsanweisungen zur Identifizierung und zum Risiko­management bisher unbekannter Spurenstoffe sowie Wissenstransfer an die Zielgruppen Kommunen, Wirtschaft, Bürger und Fachgremien als Grundlage für anstehende (Investitions-)Entscheidungen.

 

 Zurück zur Übersichtsseite

Ansprechpartner


  • Dr. Marion Letzel

    • Bayerisches Landesamt für Umwelt
    • Telefonnummer: 0881 185122
    • Faxnummer: 0881 41318
    • E-Mail-Adresse: marion.letzel(at)lfu.bayern.de
 

© BMBF 06/19/2017 12:53 - Alle Rechte vorbehalten.