SchussenAktivplus

Reduktion von Mikroverunreinigungen und Keimen zur weiteren Verbesserung der Gewässerqualität des Bodensee-Zuflusses Schussen

Das Projekt hat exemplarischen Charakter und wird an der Schussen im Bodensee-Einzugsgebiet durchgeführt. Es werden Lösungswege zur Reduktion von Einträgen für Kläranlagen (KA) und Regenüberlaufbecken (RÜB) unterschiedlicher Größe an fünf Versuchsanlagen betrachtet. Der Erfolg der durchgeführten Maßnahmen wird durch komplementär ausgerichtete wissenschaftliche Untersuchungen überprüft.

Ziel des Projektes ist es, ein auf wissenschaftlicher Erkenntnis basierendes Konzept für einen integrierten Ansatz in der Abwasser- und Regenwasserbehandlung in Flusseinzugsgebieten zu erstellen, welches zur Eintragsminderung von Mikroverunreinigungen und hygienisch relevanten Keimen (incl. Antibiotika-resistenter Keime) über Kläranlagen und Regenentlastungen führt. Der integrative Ansatz aus chemisch-analytischer und mikrobiologischer Expositionscharakterisierung, Potentialdiagnostik und Effektanalytik auf unterschiedlichen toxikologisch und ökologisch relevanten Ebenen hat zum Ziel, ein Gesamtbild für den Erfolg der durchgeführten Maßnahmen zu erstellen und handlungsorientierte Informationen für andere Anwendungsfälle zu liefern. Hierbei soll der Fokus sowohl auf die Effizienz der Testsysteme als auch auf die Optimierung der Prüfsystemkaskade gerichtet sein.

Arbeitsschwerpunkte:

  • Einträge vor und nach erfolgter Maßnahme werden chemisch analytisch (Spurenstoffe) und mikrobiologisch (hygienisch relevante, darunter auch potenziell krankheitserregende Keime) charakterisiert.
  • Parallel wird eine Abschätzung der möglichen Reduktion ihrer potenziell und real schädigenden Wirkung durch die Bestimmung toxischer und endokriner Potentiale und Effekte mit etablierten in vitro- und in vivo Testsystemen.
  • Durch zeitgleich durchgeführte Studien zu tatsächlich im Ökosystem nachweisbaren Auswirkungen der Eintragsminderung auf die Lebewelt der Schussen (Fische, Fischnährtiere) können Bezüge zur ökologischen Relevanz der vorgeschlagenen Maßnahmen hergestellt werden.
  • Projektbegleitend erfolgt Öffentlichkeitsarbeit sowie die Kommunikation und Dissemination der erzielten Ergebnisse. 

 

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Ansprechpartner


  • Prof. Dr. Rita Triebskorn

    • Universität Tübingen
    • Telefonnummer: 07071 7573 555
    • Faxnummer: 07071 7573 560
    • E-Mail-Adresse: rita.triebskorn(at)gmx.de
 

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